Der Energiebedarf in der Prozesskette bei der Milchveredelung ist äußerst hoch. Deshalb sind Molkereien und Milchverarbeiter immer auf der Suche nach Lösungen und Anlagen, die es ihnen ermöglichen den Energiebedarf zu reduzieren.
So auch der Milchhof Sterzing, der täglich 130.000 Liter Mich verarbeitet. Um die Milchmenge, die das Unternehmen täglich von circa 470 Milchbauern geliefert bekommt, produktgerecht zu behandeln und Energie einzusparen, hat der Milchhof sich für eine neue Eiswasseranlage entschieden. Diese Anlage hat die Aufgabe, die Milch bei der Annahme zu kühlen und nach der Pasteurisierung für die weitere Verarbeitung wieder abzukühlen und gekühlt zu halten.
Gerade in den Sommermonaten, in welchen ein Milchhof am meisten Energie benötigt, bietet die Eiswasseranlage durch ihre thermische Speicherfähigkeit die Möglichkeit, preiswerte Stromtarife in der Nacht zu nutzen, und dafür den Strom während der Hochtarifzeiten verringern. Zudem kann durch die Verwendung frequenzgesteuerter Pumpen der Energieverbrauch reduziert werden. Dank dieser Pumpensteuerung spart der Milchhof Sterzing bis zu 70 Prozent an elektrischer Energie ein.
Beteiligt an diesem erfolgreichen Projekt waren ITT Lowara (Pumpenspezialisten), die ausführende Firma für die Montage ABS, die Firmen Elpo (Steuerung), Frigoplan (Kompressoren), Fafco (Eiswasserbecken) und Schneider Energieanlagen (Planung).